Armageddon – Necromantic Celebration

11. Juni 2012
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Bereits vor rund zehn Jahren wurde mit der Demoveröffentlichung “THROUGH THE ENDLESS TORMENTS OF HELL“ der Grundstein für das französische Ein-Mann-Projekt ARMAGEDDON gelegt. Statt sich wie bei seinen bisherigen musikalischen Aktivitäten lediglich auf die Bearbeitung der Felle zu beschränken, konnte ‚Silvère Catteau seiner Kreativität nun auch an Gitarre und Gesang freien Lauf lassen. Auf Grund seiner Verpflichtungen gegenüber der Truppen LORD, UNHOLY WAR und EXCRUCIATE 666 währte diese Freiheit allerdings nur kurz, sodass die Arbeit von ARMAGEDDON vorerst auf Eis gelegt werden musste. Nach einer langen Ruhzeit meldet sich der arbeitswütige Franzose nun wieder zurück und stellt zudem mit “NECROMANTIC CELEBRATION“ das erste, in eigener Regie entstandene Full-Length Album vor.

Umworben wird die Scheibe als Blackened Thrash Metal, mit zahlreichen Einflüssen aus sämtlichen Sparten der extremen Musik, sodass als Referenzen Namen wie DARKTHRONE, BATHORY, DEATH, SLAYER, KREATOR, aber auch MERCYFUL FATE genannt werden.

Zunächst jedoch wird “NECROMANTIC CELEBRATION“ recht inspirationslos von lieblos aneinander gereihten Riffs eröffnet, die bereits Schlimmes befürchten lassen. Doch ist dieser schwache Auftakt nur von kurzer Dauer, sodass der Titeltrack des Werkes einen überraschenden Wandel vollzieht und dabei deutlich an Qualität gewinnt. In typischer Thrash Manier fegen sägende Gitarren in flottem Tempo aus den Boxen und stellen das prägende Element des Materials dar. Wenngleich sich die Songs wenig anspruchsvoll zeigen und stets einem ähnlichen Muster folgen, sorgt Catteau für eingängige und groovende Arrangements, durchzogen von flinken Leadgitarren. Leider begehen ARMAGEDDON den Fehler zu lange in der selben Geschwindigkeit zu verharren und entziehen den Songs auf diese Weise die notwendige Eigendynamik. Zwar versuchen die Stücke “The Curse Of Akhmenra“ und “Evil Inside Of Me“ mit melodischen und deutlich langsameren Passagen Abwechslung zu bieten, werden dieser Aufgabe nur bedingt gerecht. Grund hierfür ist der keifende Gesang, der zu keiner Sekunden bereit ist Varitation zu zeigen und somit auf Dauer recht anstrengend wirkt. Hiervon betroffen zeigt sich leider auch die RUNNING WILD Coverversion von “Branded & Exiled“, die instrumental durchaus solide vorgetragen wird, allerdings dank der monotonen Vocals viel an Charme einbüßen muss.

Auch wenn an einigen Stellen noch etwas Handlungsbedarf besteht, ist mit “NECROMANTIC CELEBRATION“ ein recht vernünftiges Album gelungen, dessen Songs lediglich gut portioniert konsumiert werden sollten, um dem sich ansonsten verfrüht einstellenden Sättigungsgefühl zu entgehen. Freunde von angeschwärztem Thrash der Marke DESASTER oder HELLISH CROSSFIRE dürfen durchaus ein Ohr riskieren.

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