Refusal – We Rot Within

30. Januar 2016
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Refusal_WeRotWithin_frontIm noch recht jungen Jahr starten die Herrschaften von F.D.A. Rekotz wie gewohnt mit Vollgas durch und präsentieren mit REFUSAL einen frischen Neuzugang in ihren stetig wachsenden Reihen, der mit seinem Erstlingswerk bereits im Januar für ein erstes kleines Highlight sorgt. Zwar konnte die Truppe aus Helsinki bisher nur mit einigen Demoveröffentlichungen auf sich aufmerksam machen, hatte sie einige Zeit lang mit zahlreichen Besetzungswechseln zu kämpfen, doch liegt mit “WE ROT WITHIN“ nun endlich der erste Langspieler der Recken vor.

Nunja, streng genommen ist diese Bezeichnung bei einer Spielzeit von gerade mal ein wenig mehr als einer halben Stunde nur bedingt angebracht, doch kommt es ja bekanntlich auf die Qualität und nicht auf die Quantität an, und was diese anbelangt, ist “WE ROT WITHIN“ ein absoluter Volltreffer geworden, regiert in den neun Tracks doch von der ersten Sekunde an brutaler Deathgrind, mit dem die verrückten Finnen gleich einem Dampfhammer wirklich alles in Grund und Boden prügeln. Dabei begehen REFUSAL jedoch nicht den Fehler sich auf ein gnadenlos wütendes Dauerfeuer wahnwitziger Blasts zu reduzieren, wenngleich ein solches in “Dignity in Void“ oder “Short On Ammo“ durchaus in ausreichender Weise zum Einsatz kommt. Stattdessen werden derart heftige Attacken in passenden Momenten von einem schwedisch angehauchten Midtempo mit ordentlich Groove aufgelockert, das wie etwa in “Cannibal Instinct“ mit schwer walzenden Riffs und knurrenden Growls daherkommt und somit ein angenehmes Kontrastprogramm erschafft. Zudem driften REFUSAL in einigen Songs, wie “Dead End Society“ oder “G.O.A.“ gar in zäh doomige Passagen ab, was allerdings nicht bedeutet, dass diese weniger Durchschlagskraft als die übrigen Tracks besitzen. Einige besondere Akzente kann schließlich noch “Doomed“ setzen, überrascht der Song nach einer anfänglichen Knüppelorgie abrupt mit einem düsteren Downtempo, über das sich ein melancholischer Melodiebogen legt, den in dieser Form wohl niemand erwartet hättet, wobei auch der Einsatz von Synthesizern im abschließenden Titeltrack ziemlich überrascht.

Somit liefern REFUSAL ein rundum gelungenes Album ab, auf dem sich trotz des enorm hohen Aggressionspotentials genügend Platz für eine abwechlungsreiche Instrumentalarbeit findet, die sich als absolut präzise und kraftvoll erweist. Fällt es vielen Bands im Death Metal heutzutage schwer, eine eigene Note zu erschaffen, die aus der breiten Masse abzuheben vermag, gelingt dies den Finnen auf “WE ROT WITHIN“ in einem gewissen Rahmen dank kleinerer Experimente schon ganz ordentlich.

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