Embrional – Annihilation 2007 + Live

19. September 2014
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Embrional_Annihilation2007_frontStatt mit einem frischen Full-Length Werk an ihr letztes Output “ABSOLUTELY ANTI-HUMAN BEHAVIORS“ von vor zwei Jahren anzuknüpfen, präsentiert das polnische Abrisskommando EMBRIONAL in diesem Sommer eine Neuauflage ihres einst in kompletter Eigenregie aufgenommenen und veröffentlichten 2007er Demos “ANNIHILATION“, ausgestattet mit üppigem Bonusmaterial sowie einem neuem Logo und modifiziertem Artwork.

Doch nicht nur rein optisch macht die Platte auf diese Weise einen wirklich ansprechenden Eindruck. Auch klangtechnisch können die sechs Tracks ordentlich punkten, indem sie enorm kraftvoll und brachial aus der heimischen Anlage dröhnen, ohne dass das Material hierfür neu abgemischt oder gemastered werden musste. Somit bietet der fette Sound das perfekte Fundament für solch brutale Knüppelorgien wie “Destructionthirst“ oder “Hellfuck“, die zumeist von infernalischen Blasts dominiert werden und mit ihrer technischen Saitenarbeit beeindrucken, in der sich sowohl abstrakte Harmonien als auch fiese Tremoloriffs und eingängige Melodien wiederfinden. All diese Elemente werden zu einer ansprechenden Melangé vermengt, die nur so vor dem Charme der alten Schule sprüht. Auch wenn das Konzept von EMBRIONAL keinesfalls eine Seltenheit im Death Metal Sektor darstellt, wissen die abwechslungsreich gestaltenen Songs dennoch zu gefallen und klingen nicht selten wie eine wütende Kreuzung zwischen dem geradlinigen und alles niederwalzenden Geprügel von IMMOLATION oder ORIGIN und dem finster angehauchten Schaffen von Kapellen wie VADER oder MORBID ANGEL.

Als kleines Schmankerl enthält “ANNIHILATION“ acht weitere Songs, die im vergangenen Jahr bei einem Konzert in ihrer polnischen Heimat mitgeschnitten wurden. Wenngleich das offensichtlich nur wenige Köpfe zählende Publikum nicht gerade vor Begeisterung kocht und in den Pausen meist nur dezent im Hintergrund wahrzunehmen ist, beweisen EMBRIONAL doch, dass sie live ebenso präzise und tödlich ans Werk gehen, wie auf Platte und liefern eine amtliche Darbietung mit überraschend gutem Sound.

Alles in allem ist die Neuauflage von “ANNIHILATION“ samt überarbeitetem Layout und gut 30-minütigen Zusatzmaterial eine durchaus vernünftige Anschaffung für alle Fans der Truppe, die bisher noch nicht in den Genuss des Demos gekommen sind und ihre Sammlung vervollständigen möchten.

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