Endseeker – Flesh Hammer Prophecy

11. November 2017
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Fast exakt zwei Jahre nach ihrer ersten EP melden sich ENDSEEKER dieser Tage mit neuem Material zurück und präsentieren mit ihrem ersten Langspieler eine herrlich blutige Schlachtplatte, die ihren Titel absolut zu Recht trägt. Dieser lautet “FLESH HAMMER PROPHECY“ und fasst den zehn Tracks beinhaltenden Rundling treffend zusammen, wird von den fünf Hanseaten erneut brachialster Todesblei mit enormer Durchschlagskraft geboten, der nahtlos an “CORROSIVE REVELATION“ anknüpft und somit weiterhin eine Hulding an den schwedischen Todesblei mit knarzigstem HM-2-Sound darstellt, wobei ENDSEEKER dieses Mal weitere Inspirationsquellen für ihr schroffes Schaffen offenbaren.

In erster Linie allerdings wandeln ENDSEEKER in gewohnter Weise zielstrebig auf dem “LEFT HAND PATH“ und verzichten nach wie vor darauf, ihren Stücke eine allzu eigenständige Note zu verleihen, ist es doch nun einmal der kauzige Elchtod der frühen 90er Jahre, der es den Hamburgern angetan hat und dessen urigen Sound sie so authentisch wie möglich am Leben erhalten wollen. In dieser Hinsicht muss der Truppe auch tatsächlich die volle Punktzahl zugestanden werden, ist “FLESH HAMMER PROPHECY“ ein wirklich starkes Album, das mit eingängigen Strukturen voller groovender Riffs und ungezügelter Brutalität sämtliche Trademarks des Stockholm-Styles auf gehobenem Level vorweisen kann. Doch nicht nur die derbe Instrumentalarbeit mit ihren tollen Geschwindigkeitswechseln zwischen walzendem Midtempo und wahnwitziger Raserei muss hier erwähnt werden, trägt Lenny mit seinen kraftvollen als auch variablen Growls ebenfalls einige markante Akzente zur Platte und garniert diese zudem mit makaberen Lyrics. Hier sei etwa “Feasting On The Decomposed“ genannt.

Eine erste Überraschung gibt es in “Black Star Rising“ zu hören, übernimmt hier Marc Grewe von INSIDIOUS DISEASE und ex-MORGOTH das Mikrofon und steuert dem geradlinig vorwärts treibenden Track mit seinem trocken-kehligen Gesang eine zusätzliche Note bei. Es bleibt interessant, haben sich ENDSEEKER dazu entschlossen eine der herausragendsten Kapellen in der Geschichte des Death Metals mit einem Coversong zu ehren und so folgt im Anschluss eine Neuinterpretation von “Powder Burns“ – ein mächtiger Song, den nicht einmal Karl Willets mit MEMORIAM vernünftig umsetzen kann. Die fünf Herren jedoch stellen sich erstaunlich geschickt an und übernehmen die Atmosphäre perfekt und drücken dem fast zwei Dekaden alten Klassiker sogar einen eigenen Stempel auf.

ENDSEEKER wollen sich auch auf ihrem aktuellen Werk nicht zu weit von ihren Vorbildern aus dem schwedischen Todesblei entfernen und streuen nur stellenweise neue Ideen ein, die trotzdem für ein paar schöne Auflockerungen sorgen, den Gesamteindruck der Platte aber nicht besonders verändern. Dieser ist trotzdem durchweg positiv, quillt “FLESH HAMMER PROPHECY“ vor unbändiger Energie und schierem Wahnsinn nur so über.

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