Pseudogod – Sepulchral Chants

14. Juli 2015
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Pseudogod_SepulchralChants_frontBereits im vergangenen Sommer wurde von Deathangle Absolution Records eine Vinylversion von “THE PHARYNXES OF HELL“ angekündigt, die allerdings trotz eines für Oktober angesetzten Veröffentlichungstermines bis heute nicht vom verantwortlichen Presswerk fertiggestellt wurde, sodass die drei Songs umfassende EP nach wie vor nur in digitaler Form erhältlich ist. Glücklicherweise muss auf einen neuen Output von PSEUDOGOD dennoch nicht verzichtet werden, liefern doch Sekt Ov Gnozis Productions mit “SEPULCHRAL CHANTS“ dieser Tage den ultimativen Rundumschlag für alle Anhänger der russischen Prügelhorde.

Zwar handelt es sich bei der Platte nicht um einen neuen Langspieler der Truppe, sondern lediglich um eine Compilation mit schon von Demos, EPs oder Splits bekannten Tracks, doch ist diese mit einer fast 80-minütigen Gesamtlaufzeit ziemlich umfangreich ausgefallen und enthält mit Ausnahme der acht Titel von “DEATHWOMB CATACHESIS“ nahezu sämtliches Material, das je von PSEUDOGOD veröffentlicht wurde. Einer ordentlichen Chronologie folgend, finden sich auf “SEPULCHRAL CHANTS“ mit “Bleeding With Pus Of Black Plague“ und “Illusion Of Salvation“ zunächst die beiden Songs des ersten Demos von vor neun Jahren, die im Vergleich zum heutigen Sound wesentlich ungeschliffener und roher daherkommen, wie auch das im Anschluss ertönende Material der als limitierte CD erschienenen Split mit BLAZE OF PERDITION, wenngleich “The Firstborn Of Abhorrence“ hier schon die heute typischen doomigen Elemente erkennen lässt, die sich in den tonnenschweren Death Metal einschleichen und ihn somit in ein zähes und pechschwarzes Gemenge verwandeln. Perfektionieren konnten PSEUDOGOD diesen Stil mit dem alles niederwalzenden “Awakening Of Archdaemon“ von der als “FOUR WINGS OF BLASPHEMY AND ABOMINATION“ betitelten Split aus 2010. Neben weiteren Tracks wie “Muerte“ und einer alternativen Version von “Azazel“ vom Erstlingswerk, finden sich mit “Blood War III“ sowie “The Gate Of Nanna“ noch zwei Coversongs von ANTAEUS beziehungsweise BEHERIT auf der Compilation, denen PSEUDOGOD ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Dies gelingt den Russen vor allem in “The Gate Of Nanna“ enorm gut, wurde der Klassiker der finnischen Kappelle doch wohl noch nie mit derart tiefen Growls und donnernden Blasts neu interpretiert. Als kleinen Bonus servieren PSEUDOGOD zum Abschluss von “SEPULCHRAL CHANTS“ mit “The Firstborn Of Abhorrence“, “Necromancy Of The Iron Darkness“ und “Azazel“ schließlich noch ein paar rumpelige Aufnahmen aus dem Proberaum, die in dieser Form bisher noch auf keiner anderen Veröffentlichung vertreten waren.

Für alle Fans der russischen Satansjünger dürfte “SEPULCHRAL CHANTS“ eine wahre Offenbarung darstellen. Wer es noch nicht geschafft hat, all die zumeist streng limitierten und mittlerweile vergriffenen Splits und EPs von PSEUDOGOD für seine Sammlung aufzutreiben, kann hier nun bedenkenlos zugreifen und sich das gesamte Paket auf einen Schlag sichern.

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